Das neue Co-Präsidium im Gespräch

in 02.2017/SP Langenthal von

Saima: Lieber Roland, erzähl doch mal, wie fühlst du dich in deiner neuen Position als SP Langenthal Copräsident?

Roland: Bis jetzt sehr gut. Es hilft, dass wir mit einem motivierten Vorstand, und einer phantastischen Co- Präsidentin in unser Abenteuer starten können (lacht). Saima, du warst ja schon Vize-Präsidentin, was hat sich denn für dich geändert?

Saima: Danke Role, das kann ich so nur zurück- geben. Ganz klar geändert hat sich die Menge der Medienanfragen, die haben nämlich zugenommen. Zudem merke ich, dass ich von vielen administrativen und papierlastigen Angelegenheiten noch wenig Ahnung hatte und mir jetzt langsam einen Überblick verschaffen muss. Musstest du wegen deinem neuen Amt, bereits andere Freizeitaktivitäten zurückstellen? Sag, was machst du eigentlich sonst so?

Roland: Die meisten kennen mich wahrscheinlich als Tambourmajor der Flötemadli, mein einziges „richtiges“ Hobby. Ich gehe gerne an Kulturveranstaltungen ins Chrämi oder zu Dir ins Stöckli, zudem trifft man mich im Schoren, nicht nur an den Playoffs und ab und zu an einem YB Match. Ich bin ein ausgespro- chener Newsjunkie und lese viel über aktuelle Themen. Freizeit ist relativ, wichtig ist, dass man das was man macht, gerne macht. Die Politik nimmt aktuell tatsächlich viel Zeit ein, aber mir macht das Spass. Du bist ja mit deinem „Kultur im Stöckli“, deinem Studium, deinen Praktika und deiner Schauspielerei auch nicht ganz hobbylos. Wie meisterst Du dein Pensum?

Saima: Ich denke mal Struktur und Disziplin würde es trocken auf den Punkt bringen – Hauptsache man liebt, was man tut. Meine Aktivitäten hier unterbreche ich zudem regelmässig mit Auslandsaufenthalten. Da wirst du dann gefragt sein, in dieser Zeit ohne mich den Laden zu schmeissen. Geht das?

Roland: Das wird schon klappen. Wenn ich das gewusst hätte … Was willst Du denn erreichen für Langenthal und die SP?

Saima: Mir liegen besonders die sozialen und kulturellen Themen am Herzen. Ich wünsche mir, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger in Langenthal gut unterhalten und aufgehoben fühlen. Da ich am Wuhrplatz wohne, stecke ich immer mitten im Geschehen und sehe wo Handlungsbedarf besteht und was nur warme Luft und Gerede ist. Als SP setzen wir stark auf den Aktionismus auf der Strasse, wir müssen bei der Bevölkerung verstärkt das Interesse für lokale Themen wecken aber auch auf kantonaler und nationaler Ebene Gewinne verbuchen können. Die Erhöhung der Abstimmungsbeteiligung sehe ich als wichtiges Ziel!

Du bist jetzt in deine zweite Legislatur als Stadtrat gestartet und trägst zudem das Amt des Fraktions- präsidenten inne, welche Erfolge konntest du bereits verbuchen und was wird noch folgen? Und was kannst du aus/von deinen Erfahrungen und Erlebnissen als Stadtrat nun für die Zeit als Copräsident nutzen?

Roland: Obwohl ich jetzt dann erst 4 Jahre dabei bin, war ich immerhin schon bei 2 erfolgreichen Motionen direkt beteiligt (elektronische Aktenauflage und Kunstrasenfeld für den Fussball). Zudem konnten wir einige gute Vorstösse und nicht zuletzt zum Beispiel das Stadttheaterprojekt in Allianz mit Mitgliedern anderer Fraktionen „durchbringen“. Dabei ist es immer wieder notwendig über den Tellerrand zu schauen, das Gespräch zu suchen und nicht immer blind im Blockgedanken abzustimmen. Für mich ist es wichtig, dass die Verbindung zwischen Vorstand und Fraktion wieder besser wird und dass wir zusammen mit unserem Stapi und unseren Gemeinderäten eine gute Politik für Langenthal machen können.

Saima: Genau das sehe ich auch so, vielen Dank Role für das Gespräch. Auf gute Zusammenarbeit.

Roland: Der Dank ist meinerseits. Auf gute Zusammenarbeit.