Nein zur „Verkehrssanierung Aarwangen“

in 02.2017/21.05.2017 von

Am 21. Mai stimmt der Kanton Bern über den Projektierungskredit zur Verkehrssanierung Aarwangen ab. Es ist unbestritten, dass das Verkehrsaufkommen in Aarwangen hoch ist. Die Situation für den Langsamverkehr lässt sich aber auch ohne die Umfahrung wirksam verbessern, wie die als gleichwertig beurteilte Massnahme „0 +“ zeigt. Ausserdem gibt es in unserer Region Strassen, die noch stärker befahren werden und auch von Schulkindern überquert werden müssen – beispielsweise die Strasse durch Bützberg. Schulkinder in Aarwangen würden mit der Umfahrung frühestens in 10 Jahren von einer höheren Schulwegsicherheit profitieren.

Es muss uns bewusst sein, dass die Umfahrungsstrasse die Situation in Aarwangen zwar entlastet, andere Strassen aber stärker belastet. Das Problem wird nicht gelöst, es wird nur verlagert. Diese Verlagerung kommt uns teuer zu stehen: 136 Mio. Franken soll die Massnahme kosten. Es macht keinen Sinn, solch teure Strassen zu bauen, wenn der Kanton Bern gleichzeitig jährlich Sparpakete von 300 Mio. Franken schnüren muss!

Ausserdem führt die Strasse mitten durch einen fast unberührten Abschnitt des Smaragdgebiets und macht dort ohnehin bedrohten Tier – und Pflanzenarten das Leben schwer. Besonders stark betroffen ist die vom Aussterben bedrohte Helm – Azurjungfer, welche als eine der schweizweit letzten Populationen das Bützbergtäli bewohnt.

Umfahrungsstrassen bauen, das ist eine sehr alte Idee. Um die Probleme der heutigen Mobilität zu lösen, braucht es neue Ideen und Intelligenz, nicht neue Strassen. Es müssen umweltverträgliche Lösungen für alle statt für wenige sein. Aus diesem Grund stimme ich am 21. Mai nein zur „Verkehrs- sanierung Aarwangen – Langenthal Nord“.

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