Ja zum Gegenvorschlag zur Initiative „Für Ernährungssicherheit“

in 03.2017/24.09.2017 von

Ernährungssicherheit bedeutet, dass die Schweizer Bevölkerung jederzeit Zugang zu ausreichend gesunden und bezahlbaren Lebensmitteln hat. Dies ist heute der Fall. Nun soll die Ernährungssicherheit in der Bundesverfassung verankert werden, um auch für die kommenden Generationen erhalten zu bleiben.

Das Anliegen wurde im Juli 2014 als Initiative des Schweizer Bauernverbandes beim Bund eingereicht. Der Ständerat lehnte die Initiative ab, erarbeitete aber einen breiter abgestützten und präziser formulierten Gegenvorschlag. Daraufhin zog der Schweizer Bauernverband die Initiative zugunsten des Gegenvorschlags zurück.

Dieser Gegenvorschlag, der in beiden Kammern des Parlaments klar angenommen wurde, steht nun am 24. September zur Abstimmung. Er beinhaltet fünf Punkte, welche die gesamte Wertschöpfungskette der Nahrungsmittelproduktion abdecken:

  • Die Grundlagen für die Nahrungsmittelproduktion, insbesondere Kulturland, Wasser und Know-how, sollen gesichert werden.
  • Die Produktion soll an den Standort und die Ressourcen angepasst sein, sodass die Ökosysteme nicht überfordert werden.
  • Die Produktion soll weniger vom Staat, dafür mehr von der Nachfrage am Markt reguliert werden.
  • Internationale Handelsbeziehungen sollen gepflegt werden. Dabei soll die Nachhaltigkeit der Produktion berücksichtigt werden.
  • Mit Lebensmitteln soll ressourcenschonend umgegangen werden. Weniger Lebensmittel sollen im Abfall landen.

Der Gegenvorschlag wird von fast allen Parteien befürwortet, so auch von der SP. Es gibt aber auch kritische Stimmen, welche an der Notwendigkeit einer Verankerung der Ernährungssicherheit in der Bundesverfassung zweifeln.

Für die SP Langenthal scheint die Sache indes klar: Der Gegenvorschlag wird mit 26 zu 2 Stimmen klar befürwortet.