Geld arbeitet nicht, wir schon

in 04.2017/Juso Oberaargau von

Durch ihre tägliche, produktive und harte Arbeit ermöglichen Millionen von Menschen in der Schweiz einen Reichtum, welcher allen Menschen in diesem Land ein Leben ohne finanzielle Probleme bieten könnte.

Tatsache ist leider, dass dieser Reichtum extrem ungerecht verteilt ist und immer noch ungerechter verteilt wird. Ohne dafür eine Leistung zu erbringen, werden einige Multimillionär*innen (ungefähr 1% der Schweizer Bevölkerung) durch Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen etc. immer reicher und reicher. Auf der anderen Seite müssen die verbleibenden 99% für ihr Einkommen eine Arbeit verrichten und haben zunehmend mit den steigenden Lebenshaltungskosten (Krankenkassenprämien, Mieten etc.) zu kämpfen. Zusammengefasst heisst das, dass einige wenige immer reicher werden, während der grösste Teil der Menschen immer weniger Geld zur Verfügung hat.

Um  dieser negativen Tatsache etwas entgegen zu wirken, hat die Juso Schweiz die Initiative „Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern“  (99% Initiative) lanciert. Die Initiative verlangt, dass das Geld wieder zu jenen rückverteilt wird, die dafür gearbeitet haben. Erreicht werden soll das, indem Kapitaleinkommen 1,5 mal so hoch besteuert werden wie Einkommen aus Arbeit . Die Initiative sieht einen Freibetrag vor (Vorschlag Juso 100’000 Fr.), welcher durch das Parlament festgelegt werden soll, damit Kleinsparer*innen nicht betroffen sind.

Die Mehreinnahmen müssen dazu eingesetzt werden, Massnahmen (z.B Prämienverbilligungen, steuerliche Entlastung von Menschen mit geringem Einkommen) zu ermöglichen. Diese helfen allen Menschen, die kein Kapitaleinkommen über dem Freibetrag haben und wirkt dem Aufgehen der Schere zwischen Arm und Reich entgegen.

Auch die Juso Oberaargau sammelt für die Initiative Unterschriften. Wir freuen uns deshalb über jede Unterstützung und Unterschrift.