Gleichberechtigung – eine Aufgabe, die wir Frauen nicht abschieben können!

in 04.2017/Kommentar von

Gleichberechtigung ist eine Daueraufgabe. Sie muss gepflegt werden wie eine Blume, sonst verdorrt sie. Gemäss Umfragen liebäugeln junge Frauen wieder mit traditionellen Geschlechterrollen, wobei Umfragen natürlich mit Vorsicht zu geniessen sind. Fakt ist aber, dass wir in den Chefetagen noch immer spärlich vertreten und unsere Arbeit immer noch schlechter bezahlt wird. Es gibt aber auch parteiintern noch zu tun. Auch wenn die SP Kanton Bern mit den getrennten Listen für den Grossen Rat ein leuchtender Stern am Parteienhimmel ist und wir dort als einzige Partei fast 50% Frauenanteil aufweisen – solange nicht alle Wahlkreise getrennte Listen haben, ist die Gleichberechtigung parteiintern noch nicht erreicht!

Frauenförderung fängt auf Gemeindeebene an. Paritätische Listen für Gemeindewahlen oder gleich viele Frauen und Männer für Kommissionssitze und in den Sektions-Vorständen! Liebe Frauen, tönt das schon selbstverständlich? Nein, gerade auf Gemeindeebene ist der Frauenmangel akut! Und da scheitern wir an uns selber. Wir stellen uns gerne hinten an, haben immer gute Ausreden bereit. Wie schwierig ist es oft auf Gemeindeebene Frauen zu finden, wie selten sind doch Gemeindepräsidentinnen!

Hier fängt unser Aufholbedarf an und hier gibt es noch zu tun! Deshalb ist es wichtig, dass wir uns vernetzen, einander stärken, einander Mut machen, einander empfehlen, und dass wir hinstehen und «Ja» sagen und die Verantwortung suchen. Wir stehen in der Pflicht, liebe Frauen, wenn wir nicht auf halbem Weg stehen bleiben wollen.

Unser gemeinsames Ziel: die SP Kanton Bern ist auf allen Ebenen eine fortschrittliche Partei mit mutigen, fordernden und engagierten Frauen.

Drängen wir uns vor!