SP Eriswil: 5 Fragen an den Präsidenten

in 04.2017/SP Eriswil/SP Oberaargau von

Im Oberaargau gibt es zahlreiche kleinere und grössere SP-Sektionen, die von engagierten Präsidentinnen und Präsidenten organisiert und geführt werden. In einer Serie stellt der RotSPecht dem ABC nach allen Präsidenten/innen der Oberaargauer SP-Sektionen fünf Fragen in Form eines SMS Interviews. Nach Aarwangen in der letzten Ausgabe folgt diesmal Eriswil (Attiswil gehört zur Sektion Jura-Südfuss). Präsident der Sektion Eriswil ist Peter Wyss, der als Spezialist für Oberflächenbearbeitungen und Problemlösungen im Bereich Natursteine und Tonplatten zusammen mit seiner Frau Helen in Eriswil ein Geschäft führt.

Was war das Highlight der letzten Jahre in deiner Sektion?

Seit den Gemeinderatswahlen im Herbst 2006 bis Ende Jahr 2016 hat die SP Eriswil wieder einen Sitz im 7 köpfigen Gemeinderat. Ende 2016 wurde der Gemeinderat in Eriswil auf 5 Mitglieder verkleinert. Die SP Eriswil trat mit dem bisherigen Gemeinderat Alfonso Carlini an und forderte für sich einen Sitz. Da die SVP, welche bis zu diesem Zeitpunkt mit 6 Mandatsträgern vertreten war, nur mit 4 Personen antrat, fanden stille Wahlen statt. Der Anspruch der SP Eriswil auf einen Sitz im Gemeinderat wurde nicht bestritten.

Was sind die Ziele für die nächsten Jahre?

In Eriswil werden wir versuchen, die Mandate im Gemeinderat sowie in den Kommissionen weiterhin zu besetzen. Durch eine bessere Präsenz in den Medien möchten wir in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden. Wir werden eine Homepage erstellen.

Wie viele Mitglieder hat deine Sektion?

Wir sind 7 Mitglieder.

Was hat dich motiviert, Präsident der SP-Sektion zu werden?

Schon als 17 jähriger Lehrling hat mir mein Lehrmeister einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn attestiert. Auch heute noch habe ich Mühe, wenn ich zuschauen muss, wie mit schwächeren Menschen und mit Minderheiten umgegangen wird. Wem Gerechtigkeit und die Unterstützung von benachteiligten Menschen wichtig ist, tritt der SP bei, um unsere Gesellschaft und unser System in diesem Sinne zu festigen.

Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du im Dorf/ im Kanton / in der Schweiz / in der Welt verändern?

In der heutigen Zeit ist es opportun, sich über die Parteien und deren Vertreter öffentlich negativ zu äussern. Wir hören von parteilosen „Volksvertretern“ oft: „Ich betreibe nur Sachpolitik und keine Parteipolitik“. Hier stellt sich die Frage, von wem denn diese „Volksvertreter“ gewählt werden, und wie leisten diese „Politiker“, dem Volk Rechenschaft über ihr Tun?

Mein Wunsch wäre, dass sich unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger der Grundlagen über den Aufbau und der Struktur des Staates wieder bewusst würden. Eine einzelne Person hat wenig Chance politisch etwas zu erreichen. Folglich schliesst sie sich mit anderen Gleichgesinnten zusammen. Diesen Zusammenschluss nennt man Partei.