Interview mit Marianne Burkhard, Gemeindepräsidentin Roggwil

in 01.2018/SP Roggwil von

Marianne Burkhard, bald geht deine erste Amtszeit als Gemeindepräsidentin zu Ende. Welches waren die schönsten Momente, auf was bist du besonders stolz?

 

Es gibt für mich viele schöne Momente in diesen knapp vier Jahren, auf welche ich voller Stolz, glücklich und mit grosser Genugtuung als Gemeindepräsidentin zurück blicken darf.

Ein Projekt betrifft unseren neuen Doppelkindergarten. Die Gemeindeversammlung genehmigte im Sommer 2016 einen Kredit in der Höhe von 1,6 Millionen Franken für einen neuen Doppelkindergarten. Bereits ein Jahr später konnte der Neubau an die Schule übergeben werden. Ein weiteres wichtiges Bauprojekt ist die Totalsanierung unserer Dreifachturnhalle Hofstätten. Dafür genehmigte die Gemeindeversammlung im Sommer 2015 einen Investitionskredit von 5,25 Millionen Franken. Heute stehen wir kurz vor der Vollendung dieses Grossprojektes. Aber auch die Totalsanierung der Bahnlinie der Aare Seeland mobil (asm) von der Station Kaltenherberge bis Roggwil Dorf gehört für mich zu den Grossprojekten in unserem Dorf so wie auch die Sanierung unserer Kantonsstrasse. Hier werden demnächst noch wichtige Massnahmen im Bereich Burenwäldliweg bis zur Gemeindeverwaltung umgesetzt, damit der Weg von und zu den Schulhäusern sowie zum Alterszentrum und zu den Alterswohnungen sicherer wird. Unser Ziel ist, dass diese Arbeiten bis zum Dorffest im August 2018 abgeschlossen sein werden. Nach jahrelangen Baustellen auf der Kantonsstrasse mitten durch unser Dorf freue ich mich, wenn wir ab August 2018 endlich wieder ohne Baustellen und Ampeln durch Roggwil fahren können. Im Bereich der Verkehrssicherheit konnten wir letztes Jahr weitere 30er Zonen realisieren und rund um die Primarschulhäuser haben wir seit einiger Zeit unsere erste 20er Begegnungszone. Einen weiteren schönen Moment durfte ich beim Spatenstich des FC Roggwil für den Neubau des Kabinentrakts auf dem Fussballplatz Bossloch erleben. Aber auch der Spatenstich bei der Firma Schneeberger Lineartechnik, unserem grössten Arbeitgeber im Dorf, erfreute mich mit grossem Stolz. Ende dieses Jahres wird der Neubau neben dem Gasthof Bären bereits bezugsbereit sein. Ich bin aber auch stolz, dass wir bald Rothirsche in unserem Dorf haben werden und dass das geplante Reitsportzentrum kurz vor Baubeginn steht. Die Genossenschaft Alterswohnungen bim Spycher plant eine 4. Bauetappe Alterswohnungen im Hofmätteli und wir hoffen hier auf eine rasche Realisierung.

Immer wieder freue ich mich aber auch, wenn ich Repräsentationspflichten übernehmen darf. Bei diesen Gelegenheiten kann ich meine Wertschätzung gegenüber unseren Vereinen im Dorf zum Ausdruck bringen und mich für die wertvolle Arbeit bedanken, welche sie für unser Dorf leisten.

Besonders gut in Erinnerung bleibt mir vom letzten Jahr der Empfang unserer Jodler nach der Teilnahme am 30. Eidgenössischen Jodlerfest in Brig und die Fahnenweihe des Damenturnvereins. Beide Anlässe wurden dabei musikalisch durch unsere Musikgesellschaft umrahmt. Aber auch die schlichte Feier zum 100jährigen Jubiläum unseres Bahnhofes Roggwil Dorf bleibt mir in guter Erinnerung. Ein Anlass, den ich zusammen mit der asm und der IGöV organisieren und durchführen durfte.

Noch ist die Legislatur nicht zu Ende. Auf welche Themen wirst du in den kommenden Monaten den Fokus legen?

Momentan läuft die Totalsanierung der Dreifachturnhalle Hofstätten auf Hochtouren und wir freuen uns, dass die Turnhalle ab dem 12. Mai 2018 wieder von den Schulen und den Vereinen benützt werden kann. Die offizielle Übergabe wird am 2. Juni 2018 mit einem Festakt erfolgen.

Ein weiteres Projekt ist die Überbauung der ZPP 13 / Grünauweg. Hier erfolgt im Frühling die Erschliessung und anschliessend kann das Gebiet überbaut werden. Alle Baulandparzellen der Einwohnergemeinde sind bereits vorreserviert und die künftigen Besitzer sind zur Zeit mit der Planung beschäftigt. Zum Highlight gehört ganz bestimmt das Dorffest Ende August 2018. Ein Anlass, der nur alle 10 Jahre stattfindet und bei welchem das ganze Dorf mithilft und mitfeiert.

Beschäftigen werden uns aber auch die Gemeindewahlen, die Brücke bei der Ziegelei und verschiedene andere Projekte.

 

Wie spürst du den „Puls“ der Dorfbevölkerung?

 

Roggwil ist mit seinen fast 4‘100 Einwohnern ein Dorf, in welchem man sich noch weitgehend kennt und wo man sich auch grüsst. Ich werde oft direkt angesprochen. Ich höre hin, wenn sich Leute mit Anliegen an mich wenden. Das ist mir als Gemeindepräsidentin sehr wichtig. Oft kann ich nicht selber weiterhelfen, aber ich kann die Menschen mit ihren Anliegen und Fragen an die richtigen Stellen weiterleiten. Für Anliegen aus der Bevölkerung bin ich auch per Telefon oder per E-Mail erreichbar. Unsere Bürgerinnen und Bürger machen davon Gebrauch und das freut mich. Neu biete ich ab diesem Jahr eine „Sprechstunde bei der Gemeindepräsidentin“ an. Dies, weil mir der persönliche Dialog mit der Bevölkerung ein grosses Anliegen ist. Ich möchte damit den Einwohnerinnen und Einwohnern von Roggwil eine weitere Möglichkeit bieten, in einem persönlichen Rahmen ihre Anliegen und Anregungen direkt und unbürokratisch mit mir zu diskutieren.