Besuch des Parteipräsidenten des SPS Christian Levrat an unserer Hauptversammlung!

in 02.2018/SP Jura-Südfuss von

An der Hauptversammlung vom 27. März 2018 konnten wir neben den normalen Traktanden im zweiten Teil unseren SPS Präsidenten live erleben wie er sich für die Ideen der SPS einsetzt und was er zu dem Thema der stetigen ansteigenden Krankenkassenprämien denkt.

Die diesjährige HV stand unter dem Stern der Verabschiedung von langjährigen Vorstandsmitgliedern. So präsentierte Ursi Hügi ihre letzte Rechnung und ihr letztes Budget. Beides wurde einstimmig angenommen. Ebenfalls mussten wir den Rücktritt von Teddi Rüetschi nach mehreren Jahrzenten im Vorstand akzeptieren. Auch mit ihm verlieren wir ein zuverlässiges, engagiertes Vorstandsmitglied, welche Stunden und Tagen für uns einsetzte. Das positive ist er bleibt unser Mister Schaukasten! Wir freuen uns schon auf das nächste Fenster im Bahnhof Niederbipp. Wir danken den beiden von grossem Herzen für ihr Engagement in der SP Jurasüdfuss und wünschen Ihnen für die Zukunft viel Zufriedenheit auf ihren Reisen! Mit Martin Walser (Kasse) und Martina Stöckli-Simon (Mitglieder und Versand) übernehmen zwei motivierte Vorstandsmitglieder ihre Arbeit.
Ein grosses Merci an die beiden und wir wünschen ihren viel Zufriedenheit in ihrer neuen Tätigkeit.

Referat von Levrat

Christian Levrat informierte uns über die aktuelle besorgniserregende Situation der Krankenkassenprämien und stand uns noch für Fragen offen.

Er erklärte aus seiner Sicht die drei Hauptgründe weshalb die Situation so besorgniserregend ist

  1. Die Entwicklung der Kosten. Die Beschränkung der Spezialärzte wurde aufgehoben und die Kosten sind explodiert.
    Seit die Fallpauschale eingeführt wurden, hätten die ambulanten Behandlungen zugenommen. Zurzeit würden die ambulanten Behandlungen weder kontrolliert, noch gesteuert.
  2. Der Scheinwettbewerb. Dieser führt weder zur Senkung der Kosten, noch zur Qualitätssicherung der ärztlichen Behandlungen. Nun erkennen wir, dass das Angebot die Nachfrage bestimmt und nicht umgekehrt.
  3. Die Prämien

Die Teuerung von 1997 bis 2017 war bei den KK-Prämien +150%, der Löhne 13% und der Renten 8%

Zurzeit beträgt die finanzielle Prämienbelastung der Familien im Durchschnitt 12% des Monatseinkommens.

 

Was will die SP dagegen tun?

Auf parlamentarischer Ebene sehe er zurzeit keine Möglichkeit. So sei im Bundesparlament die Gesundheitslobby, u.a. der Krankenkassen zu stark und vertrete ihre eigenen Interessen und nicht die des Prämienzahlers. Z.B. seien über die Hälfte der zuständigen Ständeratskommission Vertreter der Krankenkasse. Ebenfalls gebe es 50 referendumsfähige Organisationen im Gesundheitswesen.

 

So fordere die SP;

  • Der ambulante Bereich brauche eine Steuerung durch den Kanton mit klaren Kompetenzen.
  • Nicht jeder Kanton und jedes Spital benötige die gleichen teuren Spezialärzte.
  • Es dürfe nicht sein, dass Gruppenpraxen die als AG eröffnet werden Dividenden ausschütten!

Die SP muss und wird etwas dagegen unternehmen. Die KK-Prämien sollen für Familien nicht mehr als 10% des Einkommens betragen. Dieses Modell ist nicht neu erfunden, sondern wird im Kanton Waadt bereits erfolgreich angewendet.

 

Es braucht eine Volksinitiative. Diese ist das geeignete und einzige Instrument um die gegen besorgniserregende steigenden Krankenkassenprämien anzugehen.

 

Liebe Grüsse vom Jurasüdfuss

Daniel Gnägi