Was passiert mit dem Porziareal?

in 02.2018/Kolumnen/SP Langenthal von

Antwort von Pedro Lenz am Porzipodium vom 2. März 2018:

„…wenn ich darf, möchte ich doch ermuntern, Sorge zu tragen zu diesem Gelände und einen Rhythmus zu suchen, der zum Ort passt, der zur Gemeinde passt, der zu den Menschen passt. Ein Rhythmus, der zu denen passt, die hier waren, die jetzt hier sind und die vielleicht noch hierher kommen möchten.
Ich möchte euch ermutigen, dieses Gelände zu einem Ort zu machen, wo man gerne arbeitet, wo man gerne verweilt, wo man gerne Zeug zusammen macht, zu einem Ort, wo man gerne Zeit verbringt, weil der Mensch im Zentrum und der Rhythmus dem Menschen angepasst ist.“

Wir vom Verein PorziAreal sind davon überzeugt, dass das Porziareal die einzigartige Chance für die Stadt Langenthal und die gesamte Region darstellt, ein historisch gewachsenes Areal in die Zukunft zu führen, dabei der Geschichte ihren Platz zu lassen und gleichzeitig Raum für Pioniergeist, Innovationskraft und Zusammenleben zu ermöglichen.
Auch in Zukunft können hier Menschen in einer Arealstruktur arbeiten, die bezahlbar bleibt, da ohne Perfektionsanspruch Haustechnik und Gebäudehüllen saniert werden und auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer beim Ausbaustandard Rücksicht genommen wird.
So bleibt neben Kleingewerbe, Tanz und Vereinen auf dem Porziareal auch weiterhin Platz für Provisorisches und Vorläufiges, für gemeinnütziges Engagement und für unterschiedliche Arbeitskonzepte.
Jede verdichtete Stadt braucht solche Freiräume, zudem kann sich an solchen Orten grosse Innovationskraft entwickeln.
Das bestehende Porziareal wird das neue Porziareal.
Der Verein Porziareal versucht eine Entwicklung anzustossen, die sich auf den gesamten architektonischen Bestand des Areals bezieht, zusammen mit allen gegenwärtig rund 75 Mietern und Grundeigentümern – und auch mit allen zukünftigen Nutzern.
Diese erste Transformationsphase dauert ca. 5 bis 10 Jahre.
Erst wenn das Porziareal mit seinem industriellgewerblichen Charakter belebt und soweit als nötig saniert ist, wird in einer nächsten Phase über ergänzende Nutzungsformen (zB. Wohnnutzung) und ein möglicher Ausbau der Gesamtnutzungsfläche (Neubauten, Gebäudeaufstockungen) entschieden.
Somit würde eine allfällige Umzonung des Areals frühestens ab 2025 notwendig, sofern sich entsprechende Bedürfnisse bis dahin manifestieren und zum Entwicklungsstand des Areals passen.
Dieses Industrieareal-Entwicklungskonzept ist in den letzten 15 bis 20 Jahren in der Schweiz bereits vielfach erfolgreich angewendet worden und ist dank des bedürfnisorienterten und schrittweisen Um- und Ausbaus auch finanzierbar.
Den Beweis dafür liefern zum Beispiel:

  • Hanro, Liestal / hanroareal.ch
  • Gundeldinger Feld, Basel / gundeldingerfeld.ch
  • Walzwerk, Münchenstein walzwerk.ch
  • Lagerplatz, Winterthur / lagerplatz.ch

Der Verein PorziAreal wird in den kommenden Wochen und Monaten seine Vorstellung der zukünftigen Entwicklung in die Öffentlichkeit tragen.
Wenn du uns unterstützen möchtest, wirst du am besten Mitglied unseres Vereins.
Auf porziareal.ch oder via kontakt@porziareal.ch kannst du dich anmelden. Weitere Infos geben wir auch gerne persönlich weiter.