Ja für ein noch attraktiveres Velofahren

in 03.2018/23.09.2018 von

Die Vorlage Bundesbe-schluss Velowege, geht auf die Velo-Initiative zurück, welche 2015 lanciert wurde und das Ziel hatte, das Velofahren in der Bundesverfassung zu verankern, wie das bereits bei zu Fuss gehen und Wandern der Fall ist. Nachdem der Bundesrat einen direkten Gegenentwurf zu dieser Initiative verabschiedet hatte, welcher in der Frühlingssession dieses Jahres sowohl vom Nationalrat wie auch vom Ständerat klar gutgeheissen wurde, zog der Trägerverein die Initiative zurück. Das Kernanliegen der Initianten, das Verankern des Velofahrens in der Verfassung, ist mit dem Gegenvorschlag erfüllt.
Was bringt es, das Velofahren in die Verfassung auf zu nehmen?
Während Wandern doch eher ein Freizeitvergnügen ist, wird das Velo nebst sportlichen Aktivitäten auch im Alltag für den Arbeitsweg oder zum Einkaufen benutzt. Das ist gesund, platzsparend und umwelt-schonend. Mehr VelofahrerInnen im Alltag bedeutet auch weniger Stau auf der Strasse und mehr Platz im ÖV. Daneben zählt Velofahren zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in der Schweiz. Velotouren der in der Schweiz lebenden Bevölkerung generieren einen Umsatz von 2,7 Milliarden Franken pro Jahr und sind ein wichtiger Pfeiler für den Sommertourismus.
Dank verbesserter verkehrs-politischer Rahmenbedingungen, soll das Velofahren sicherer werden. Es sollen klare Verhält-nisse zwischen AutofahrerInnen, FussgängerInnen und Velofahrer-Innen geschaffen werden. Diese klaren Verhältnisse dienen allen, auch den AutofahrerInnen, in dem der Verkehr durch getrennte Spuren sicherer und flüssiger wird.
Zwar werden weiterhin Kantone und Gemeinden für Planung, Bau, Unterhalt und Betrieb der Fuss-, Wander- und Velowegnetze zu-ständig bleiben, der Bund kann bei den Velowegen neu allerdings eine koordinierende und vollzugs-unterstützende Rolle übernehmen, sowie über Velowegnetze infor-mieren. Der Bund soll aber nicht nur kantonale Netze, sondern alle Netze koordinieren können, etwa die von SchweizMobil. Das ver-bessert die Qualität aller Netze und spart Zeit und Kosten. Zudem muss der Bund neu auch dafür sorgen, dass aufgehobene Velowege angemessen ersetzt werden. Auch diese Regelung hat sich bei den Fuss- und Wanderwegen bewährt.
Sagen wir am 23. September also deutlich Ja zum Bundesbeschluss Velo, damit Velofahren in Zukunft noch attraktiver und sicherer wird.