So wie wir essen, so sieht die Welt aus – Ja zur Fair-Food-Initiative

in 03.2018/23.09.2018 von

Unsere Lebensmittel beeinflussen dort, wo sie hergestellt werden, das Leben der Menschen und der Tiere, die Umwelt und das Klima. Wenn wir beispielsweise saisonale Früchte aus der Region essen, tragen wir nicht nur direkt zum Einkommen der Bauernfamilien bei. Sondern helfen auch mit, das Kulturland zu pflegen und alte Obstsorten zu erhalten. Und wir sorgen für kurze Transportwege und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Wenn wir die Früchte zusätzlich in Bioqualität kaufen, unterstützen wir eine nachhaltige, ökologische Anbau-weise. Ein Einkauf direkt bei der Bauernfamilie oder auf dem Wochenmarkt liefert noch einen zusätzlichen Mehrwert: Der direkte Kontakt mit dem Produzenten. Das sorgt für Verständnis und Transparenz.
«Fair Food» investiert in regionale Wirtschaftskreisläufe
Die Fair-Food-Initiative setzt genau hier an. Sie will eine regionale Produktion, Verarbeitung und Vermarktung fördern. Dies ver-grössert nicht nur die Wert-schöpfung vor Ort, sondern steht auch für Transparenz und Qualität.

Dies schafft Chancen für lokale Unternehmen und Initiativen, die zu einer nachhaltigen Lebensmittel-produktion beitragen.
Die Fair Food Initiative schaut aber auch über den Schweizer Tellerrand hinaus. Das ist bedeutend, denn die Schweiz importiert die Hälfte ihrer Lebensmittel. Die Initiative sieht keine Verbote vor, will jedoch auch bei den Importen nachhaltig produzierte und fair gehandelte Lebensmittel fördern und eine bessere Herkunftsdeklaration einführen. Mehr fair gehandelte Produkte ist speziell für die Bäuer-innen und Bauern in Entwick-lungsländer zentral, damit sie mit einem garantieren Mindestpreis rechnen können und nicht den schwankenden Weltmarktpreisen ausgesetzt sind. Faire Preise für die Bauernfamilien spielen übrigens für den Ladenpreis eine unterge-ordnete Rolle, sei dies bei Importen oder bei Produkten aus der Schweiz.
Mit der Gabel in der Hand können wir alle die Welt verändern. Und mit einem Ja zur Fair-Food-Initiative am 23. September geben wir Politik und Wirtschaft den Auftrag, unseren Lebensmittelsektor nachhaltiger und fairer zu gestalten.