Andri Lehmann: Der neue Stadtrat stellt sich vor

in 03.2018 von

Seit April 2018 sitzt Andri Lehmann (33, Parteilos) für die Grünen im Lang-enthaler Stadtrat. Er ersetzt die zurückgetretene Annina Eichenberger. Andri ist von Beruf Sozialpädagoge, arbeitet Teilzeit mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und ist Ge-schäftsführer der fahrBAR auf dem Wuhrplatz in Langenthal. In seiner Freizeit spielt er Fussball bei den Fürobekickers Langenthal, bei welchen er auch Vorstandsmitglied ist, ist Mitglied im Kulturverein Peripherie und im LaKuZ, wo er hin und wieder Events organisiert.

Was gefällt dir in Langenthal und wo siehst du Verbesserungspotential?

„Langenthal als Kleinstadt an sich gefällt mir. Es ist kein Dorf, aber auch keine Grossstadt. Es gibt alles, was es braucht, und wenn nicht, ist es in der Nähe. Mit den Einkaufsmöglichkeiten und dem Vereins- und Freizeitangebot lässt es sich gut leben in Langenthal.“
Verbesserungspotential sehe ich zum Beispiel in der Marktgasse. Ich finde, dass diese schöne Strasse zu leer ist, vor allem nachdem die Läden zu sind. Ausnahmen durch Events wie Sommerkino, Fasnacht etc. finde ich toll. Die Marktgasse und das Zentrum Langenthals dürfen meiner Ansicht nach belebter sein. Es sollte auch Anreize geben, die Zeit draussen zu verbringen, nachdem die Läden geschlossen sind.“

Du hast als parteiloser Kandidat auf der Liste der Grünen für den Stadtrat Langenthal kandidiert, warum?

„Da ich privat in Kontakt mit einigen grünen Parteimitgliedern stehe, war es für mich naheliegend, mich auf die Liste der Grünen zu stellen. Da ich aber auch für die SP Sympa-thien hege, war es mein Wunsch, parteilos zu bleiben. Ich will mich nicht in eine Schublade stecken lassen. Es ist wichtig für mich, je nach Thema und Umstände meine eigene Entscheidung zu treffen, welche immer unabhängig von der Haltung einer Partei getroffen werden kann. Objektivität und Individualität kommen oft zu kurz, wenn aus Loyalitätsgründen die Meinung der Partei übernommen wird.“

Nun konntest du in den Stadtrat rutschen. Worauf freust du dich?

„Seit April bin ich Stadtrat, eher unverhofft. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei den Wahlen vor zwei Jahren auf dem ersten Ersatzplatz landen würde. Meine Premièren-Sitzung habe ich also schon hinter mir. Mir geht es nun am Anfang vor allem darum, einen Einblick in die Abläufe und Vorgänge zu kriegen. Ich freue mich, diese Erfahrung machen zu dürfen.“

Hast du bereits ein konkretes politisches Anliegen, das du in den Stadtrat bringen willst, und wenn ja, welches?

„Konkret nicht. Aber Ideen gibt’s.