Von Industriepionieren und Hightech-Firmen

in 03.2018/SP Herzogenbuchsee von

Am Donnerstag, 6. September organisiert die SP Herzogenbuchsee eine öffentliche Dorfführung zur Industrie- und Arbeitergeschichte von Herzogenbuchsee statt. Guide ist Hans Kaspar Schiesser von „Kulturland Herzogenbuchsee“.
Buchsis Industrialisierung begann vor genau 180 Jahren. Das spätere Imperium der Familien Born und Moser startete 1838 mit zehn Webstühlen. Fünfzehn Jahre danach arbeiteten am „Rankhof“ schon 700 Arbeiterinnen und Arbeiter in der Seidenband-druckerei. Um die Jahrhundert-wende überflügelte die Schuhindu-strie bereits die Textilindustrie. Allein bei Hug arbeiteten 1930 über 600 Beschäftigte. Das ging nicht immer ohne Arbeitskämpfe. Vor rund 150 Jahren wurde der lokale Grütli-verein gegründet, 1909 dann die SP. 1916, 1919 und 1937 gab es grosse Hug-Streiks, die vor allem 1919 sehr erfolgreich waren. 1968 war dann die Schuhhochburg Her-zogenbuchsee nur noch Ge-schichte. Heute prägen in Her-zogenbuchsee kleine bis mittlere High-Tech-Firmen das Industriebild: Fischer Spindles, Duap oder Heiniger. Diese sorgen dafür, dass Buchsi nach wie vor eine industriell geprägte Zupendlergemeinde ist.
Dies und weitere spannende Geschichten erzählt Hans Kaspar Schiessr auf der rund einstündigen Dorfführung. Alle Teilnehmenden sind anschliessend zu einem Apéro eingeladen.